Freiwillige Feuerwehr Bad Gandersheim


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110628 - Übung Verkehrsunfall

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07.06.11 - Praxistraining Technische Hilfeleistung bei der Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim

Die Medien meldeten den ganzen Tag, dass der 28. Juni 2011 bislang der wohl wärmste Tag des Sommers 2011 mit über 30°Celsius im Schatten ist. Die Eiscafés und Biergärten waren überfüllt und bei der Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim stand für diesen Abend auf dem Ausbildungsplan „Zugübung Technische Hilfeleistung“. Die Zugführer Stefan und Michael Brackel hatten wieder eine tolle Übung vorbereitet. Bevor es jedoch los ging, mahnte Ortsbrandmeister Wilfried Nobel die Kameradinnen und Kameraden bei der anstehenden Übung auf die Belastung zu achten und es ruhig angehen zu lassen. Auf einer Straße im Bereich des Wadenberges nahe der ICE-Schnellfahrtstrecke Hannover – Würzburg waren zwei Personenkraftwagen kollidiert. In jedem Fahrzeug war eine Person eingeklemmt, die es zu retten gab. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges TLF 16/25 und des Rüstwagen RW 2 bildeten eine Gruppe. Zunächst wurde das Fahrzeug mit zwei Bremsklötzen gegen ein Wegrollen auf der abschüssigen Straße gesichert. Anschließend erfolgte eine Stabilisierung mit dem Unterbau von Holzklötzen unter die Karosserie. Nun wurde ein Zugang für den inneren Retter geschaffen. In enger Absprache mit der Notärztin, die auch aktive Feuerwehrfrau in der Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim ist, wurde die verletzte Person erstversorgt. Mit hydraulischem Rettungsgerät wurden die Fahrertür und das Dach des Fahrzeuges entfernt, um die verletzte Person aus dem Fahrzeug zu retten. Der Brandschutz wurde mit dem Schnellangriffsschlauch und einem Pulverlöscher des TLF 16/25 sicher gestellt. Die zweite Gruppe arbeitete mit den Gerätschaften des Löschgruppenfahrzeuges LF 16, welches ebenfalls über einen Löschwassertank verfügt. Zusätzlich befindet sich auf diesem Fahrzeug ein weiterer Rettungssatz für die technische Hilfeleistung. Durch den Aufprall der Kollision war das zweite Fahrzeug seitlich in den Graben gerutscht und musste zuerst gegen ein umkippen gesichert werden. Die Rettung der zweiten Person erfolgte nach der bereits beschriebenen Vorgehensweise. Der Rettungswagen der Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim war mit einer Notärztin und zwei Rettungssanitätern besetzt, die während der Übung den Part des regulären Rettungsdienstes übernommen haben. Ein weiterer Bestandteil der Übung war die Kommunikation der einzelnen Einheiten mit der Führungsgruppe des Einsatzleitwagens. Nach gut einer Stunde waren die Übungsziele erreicht und die Kameradinnen und Kameraden konnten erst mal den Helm und die Feuerwehrjacke ablegen. Bei einem kühlen alkoholfreien Getränk wurden die einzelnen Übungsabschnitte besprochen und erst nach einer Pause die Gerätschaften wieder verlastet. Gerade die noch nicht so erfahrenen Kameradinnen und Kameraden haben bei solchen Übungen die Möglichkeit wertvolle Erfahrungen für den Einsatzfall zu gewinnen. Vor allem die erste Stunde nach einem schweren Unfall, man nennt sie auch die goldene Stunde, entscheidet oft über Leben und Tod. Somit bleibt den Rettern an der Einsatzstelle nicht viel Zeit. Jeder Handgriff muss im Ernstfall sitzen. Ein besonderer Dank geht an die Firma Hoßfeld für die Bereitstellung der PKW`s und an die Ortsfeuerwehr Dannhausen für die Gestellung der Unfallopfer.



Text & Bilder: Kai-Uwe Roßtock



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